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Biogas als regionaler Schlüsselbaustein der Energieversorger

Unsere regionale BIOGAS-Strategie

Der Regionalverband setzt sich aktiv für den Ausbau und die Weiterentwicklung einer nachhaltigen, ressourcenschonenden Energieversorgung ein. Dabei ist Biogas ein wichtiger Baustein der regionalen Energiewende. Es ergänzt Wind- und Solarenergie und hilft, Klimaziele zu erreichen. Die Region Heilbronn-Franken setzt auf eine Biogas-Strategie, die bestehende Anlagen sichert und neue Potenziale nutzt. Sie verbindet wirtschaftliche Vernunft mit Klimaschutz und schafft Perspektiven für die Energiezukunft der Region.

Als Teil einer zirkulärenBioökonomie sehen wir Biogasanlagen als unverzichtbaren Bestandteil eines zukunftsfähigen Energiesystems. Sie tragen nicht nur zur Versorgungssicherheit mit erneuerbarer Energie bei, sondern fördern zugleich die regionale Wertschöpfung, die Nutzung biogener Reststoffe und die nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume.

Mit der Landesinitiative „Zukunft Biogas Plus“ wird ein bedeutender Schritt zur Transformation der Biogaserzeugung unternommen – hin zu innovativen, flexiblen und umweltfreundlichen Anlagen, die eng in regionale Stoffkreisläufe eingebunden sind. Der Regionalverband
begrüßt diese Entwicklung ausdrücklich und unterstützt Vorhaben, die das Potenzial von Wirtschaftsdüngern, Landschaftspflegegut und anderen Reststoffen besser ausschöpfen und neue Wege in der stofflichen Nutzung von Gärprodukten aufzeigen.

Die Region Heilbronn-Franken verfolgt mit ihrer Biogas-Strategie das Ziel, bestehende und wirtschaftlich tragfähige Biogasanlagen langfristig zu erhalten und in die regionale Energieversorgung einzubinden. Biogas ergänzt Wind- und Solarenergie ideal, da es flexibel einsetzbar ist und Schwankungen im Tagesverlauf ausgleichen kann – den sogenannten  Residuallastgang. So trägt Biogas zu einer stabilen, klimafreundlichen Energieversorgung bei.

Bis zum vollständigen Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft müssen alle verfügbaren alternativenGase mitgedacht werden. Wichtig ist, verschiedene Sektoren und Technologienwirtschaftlich sinnvoll zusammenzuführen. Dazu gehört auch die Nutzung vorhandenerGasinfrastrukturen.

Für eine hohe Planungssicherheit braucht es klare rechtliche Rahmenbedingungen, etwabei der Gasnetzzugangsverordnung. Nur mit solchen Grundlagen kann die Energieversorgunglangfristig wirtschaftlich und zukunftsorientiert gestaltet werden.

Eine übergeordnete Steuerung der künftigen Energieversorgung ist unerlässlich. Dabei müssen auch die Biomethanerzeugungspotenziale der Region einbezogen werden. So können Synergien zwischen verschiedenen Energieträgern entstehen und eine stabile, nachhaltige Versorgung gesichert werden.

Um diese Themen voranzubringen, veranstaltet der Regionalverband Heilbronn-Franken am 14. November 2025 erstmals den Regionalen Biogastag. Der Tag findet in der Ländlichen Heimvolksschule Hohebuch in Waldenburg statt.

Hier kommen Betreiberinnen und Betreiber von Biogasanlagen, die Wirtschaft, die Stadtwerke sowie die Politik zusammen und diskutieren Chancen, Herausforderungen und Perspektiven für die regionale Biogasnutzung. Die Ergebnisse des Biogastags werden als Statement der Region Heilbronn-Franken an das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) übermittelt. Damit soll deutlich werden, welche Bedeutung Biogas für die Energiezukunft der Region hat.

Einladungen zur Veranstaltung wurden bereits per E-Mail versendet. Initiator und Veranstalter des Regionalen Biogastags ist der Regionalverband Heilbronn-Franken selbst.

Im Rahmen der Regionalentwicklung ist es von zentraler Bedeutung, alle Chancen für eine nachhaltige und positive Zukunft zu nutzen. In der Übergangsphase bis zum Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft darf es keinen Stillstand geben. Deshalb betrachtet der Regionalverband auch alternative, zukunftsfähige Energiesysteme genauer.

Die bisherigen Analysen zeigen: Biogas wird bisher häufig zu wenig beachtet, obwohl es eine vielversprechende Brückenlösung zwischen Dekarbonisierung (also der Verringerung von CO₂-Emissionen) und dem Einsatz von Wasserstoff sein kann. Mit dem „Regionalen Biogastag“ möchte der Verband auf diesen Umstand aufmerksam machen – sowohl auf kommunaler als auch auf politischer Ebene.

Parallel dazu unterstützt der Regionalverband Heilbronn-Franken derzeit die Stadtwerke Schwäbisch Hall beim Förderantrag „Zukunft Biogas +“. Das Projekt zielt auf den Bau einer Biogasaufbereitungsanlage in Schwäbisch Hall.

Das dort erzeugte Rohbiogas, das bisher direkt im eigenen Blockheizkraftwerk genutzt wird, soll künftig zentral aufbereitet und als Biomethan in das öffentliche Erdgasnetz eingespeist werden. So entsteht eine zukunftsfähige, klimafreundliche und wirtschaftliche Lösung für die regionale Biogasverwertung. Ein weiterer Vorteil: Das Konzept lässt sich auf andere ländliche Versorgungsstrukturen übertragen – ein Beispiel für nachhaltige Energieversorgung mit Vorbildcharakter.